Prähistorischer Bronzeguss

(Genauere Ausführungen zu diesem Thema findet man auf meiner Seite APMT (Arbeitsgruppe Prähistorische Metalltechnologie)

Die Kunst der Metallverarbeitung stammt wahrscheinlich aus dem Vorderen Orient, wo sie etwa ab dem 8. Jahrtausend oder vielleicht sogar schon vorher entwickelt worden ist.

Die Bronzezeit und damit der Bronzeguss beginnt in Mitteleuropa etwa um 2300/2200 v.Chr. Vorher wurde bereits Kupfer geschmolzen und verarbeitet. „Ötzi“, die bekannte Gletschermumie aus den Ötztaler Alpen (ca. 3300 v. Chr.) hatte bereits ein Beil aus Kupfer bei sich. 
Bronze ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn (meistens 92% Kupfer und 8 % Zinn). Dadurch ist Bronze härter und vielseitiger anwendbar als das weichere Kupfer.

Der Ofen wird aus einem Gemisch aus Lehm, Schamotte und Pferdemist aufgebaut.

Die Blasebälge wurden nach antiken Vorbildern gefertigt. Die Spitzdüsen werden mit Lehm mit dem Ofen verbunden.

 

 

In der Bronzezeit hingegen verwendete man Schlauchgebläse aus Tierbälgen (z.B. Ziege) und Knickdüsen aus Ton. 

 

 

Je nach Legierung schmilzt die Bronze bei einer Temperatur zwischen 900 -1050 °C. Damit die Bronze länger gussfertig bleibt, benötigt man im Ofen Temperaturen zwischen 1200 und 1250 °C.

 

© alle Fotos Trommer

 

 

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